Dachdeckerei & Spenglerei seit 1998 — Laßnitzhöhe bei Graz +43 3133 20398 office@sauer-dach.at

Abdichtung

Der Fehler passiert fast nie in der Fläche. Er passiert im Detail.

Worum es geht

In der Fläche geht selten etwas kaputt.

Abdichtungsbahnen sind heute so gut, dass eine ordentlich verlegte Fläche jahrzehntelang hält. Undicht wird ein Dach fast immer an den Stellen, an denen die Fläche aufhört: am Anschluss zur Attika, am Türanschluss zur Terrasse, am Rohr, das durch die Abdichtung stößt, am Gully, am Lichtkuppelkranz.

Deshalb ist die Frage „Welches System?“ nur die halbe Miete. Die andere Hälfte ist die Detailausbildung — und die entscheidet sich nicht im Katalog, sondern auf dem Dach.

Maßgeblich ist die ÖNORM B 3691 „Planung und Ausführung von Dachabdichtungen“ in der Ausgabe 2019. Sie deckt Bitumen- und Kunststoffbahnen sowie Flüssigabdichtungen ab und regelt Nutzungs- und Schadensfolgeklassen, Nutzungsdauer, Durchdringungen, Anschlüsse, Gullydimensionierung, Notüberläufe und Dachneigung.

Zwei Spengler verlegen am Abend Abdichtungsbahnen auf einem Flachdach

Die drei Systeme

Bitumen, Kunststoff, Flüssigkunststoff.

Keines ist grundsätzlich besser. Sie haben unterschiedliche Stärken — und wir wählen nach Aufbau, Nutzung und Untergrund.

Bitumenschweißbahn wird mit dem Brenner auf einem Flachdach verschweißt

Bitumenbahn

Im Flachdachbereich in der Regel zweilagig ausgeführt. Die Bahnen werden miteinander verschweißt und bilden eine durchgehende Schicht. Durch Materialstärke und Aufbau sehr widerstandsfähig — das System für höher beanspruchte Flächen.

Flachdach mit eingebautem Dachgully und sauber angearbeiteter Abdichtung

Kunststoffbahn

Meist einlagig, je nach System lose mit Auflast verlegt, verklebt oder mechanisch befestigt. Die Nähte werden mit Heißluft verschweißt — ohne offene Flamme. Leicht, sauber zu verarbeiten, häufig bei Flachdächern, Terrassen und Sanierungen.

Attikaabdeckung aus Blech an der Dachkante eines weißen Flachdachgebäudes

Flüssigkunststoff

Wird flüssig aufgetragen und härtet fugenlos aus. Passt sich jeder Geometrie an und ist deshalb das Mittel der Wahl für Anschlüsse, Durchdringungen, Attiken, Geländerfüße und alles, was sich mit Bahnen nur mühsam einpacken lässt.

Auswahl

Wann wir wozu raten.

Grobe Orientierung — die Entscheidung fällt immer am konkreten Objekt.
Situation Naheliegendes System Warum
Große, ruhige Dachfläche im Gewerbe- oder Industriebau Kunststoffbahn Wirtschaftlich in der Fläche, geringes Gewicht, rasche Verlegung
Hoch beanspruchte Fläche, Kiesauflast, Terrassenaufbau Bitumen, zweilagig Zwei Lagen bedeuten Redundanz und mechanische Reserve
Viele Durchdringungen, verwinkelte Geometrie Flüssigkunststoff, meist ergänzend Fugenlos, formt sich an alles an, keine Zuschnitte am Detail
Bestandsdach, Aufbau trocken, Fläche noch tragfähig Überarbeitung mit passender Bahn Spart Abbruch und Entsorgung, wenn der Untergrund es hergibt
Balkon oder kleine Terrasse mit Türanschluss Flüssigkunststoff Anschlusshöhen sind meist knapp; fugenlos ist hier der einzige saubere Weg
Gründach geplant Wurzelfeste Bahn Durchwurzelungsschutz muss Teil der Abdichtung sein, nicht Zubehör

Die kritischen Punkte

Wo wir besonders genau hinsehen.

Diese sechs Details verursachen den Großteil aller Wasserschäden am Flachdach. Sie kosten wenig Material und viel Sorgfalt.

  • Attika- und Wandanschlüsse mit ausreichender Anschlusshöhe
  • Türanschlüsse zu Terrassen, wo die Höhe fast immer knapp ist
  • Rohr- und Kabeldurchführungen mit dauerhafter Manschette
  • Gullys, richtig dimensioniert und mit Anschlussflansch eingebunden
  • Notüberläufe, damit Starkregen einen zweiten Weg hat
  • Lichtkuppeln und Rauchabzüge samt Aufsatzkranz
Flachdach mit eingebautem Dachgully und sauber angearbeiteter Abdichtung

Kurz beantwortet

Abdichtung — häufige Fragen

Bitumen, Kunststoff oder Flüssigkunststoff — was ist der Unterschied?

Alle drei Systeme sind in der ÖNORM B 3691 (Ausgabe 2019) geregelt und für Dachabdichtungen zugelassen – sie unterscheiden sich in der Verarbeitung. Bitumenbahnen werden meist zweilagig verlegt und verschweißt; das System ist robust und reparaturfreundlich. Kunststoffbahnen kommen üblicherweise einlagig zum Einsatz, sind leichter und werden mit Heißluft verschweißt. Flüssigkunststoff wird nahtlos aufgetragen und ist dort im Vorteil, wo Bahnen an ihre Grenzen kommen: bei Durchdringungen, Gullys, Lichtkuppeln und komplizierten Anschlüssen. Welches System sinnvoll ist, hängt von Untergrund, Nutzung und Detailaufwand ab – die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH kombiniert die Systeme, wo es die Ausführung verlangt.

Wo entstehen die meisten Undichtheiten?

Nicht in der Fläche, sondern an den Anschlüssen und Durchdringungen: Attika und Wandanschlüsse, Gullys, Lüftungsrohre, Lichtkuppeln, Kaminköpfe und nachträglich gesetzte PV-Befestigungen. Genau deshalb regelt die ÖNORM B 3691 diese Punkte eigens und schreibt auch Notüberläufe vor – fehlen sie oder ist der Gully verstopft, staut sich Wasser bei Starkregen bis über die Anschlusshöhe. Bei der Fehlersuche prüft die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH daher zuerst die Details, nicht die Fläche.

Kann man ein undichtes Flachdach überarbeiten statt neu abdichten?

Häufig ja. Ist der bestehende Aufbau tragfähig und die Dämmung trocken, kann eine neue Abdichtungslage aufgebracht werden – das spart Rückbau, Entsorgung und Kosten. Voraussetzung ist der Nachweis, dass keine Feuchtigkeit im Aufbau eingeschlossen ist; das klärt man über eine Bauteilöffnung und eine Feuchtemessung, nicht über den Augenschein. Ist die Dämmung durchfeuchtet, hilft eine Überarbeitung nicht, weil die Nässe eingesperrt bleibt und der Aufbau weiter schädigt; dann muss bis zur Tragschicht zurückgebaut werden. Die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH führt diese Voruntersuchung durch, bevor über die Variante entschieden wird.

Undichte Stelle, unklare Ursache?

Wir suchen sie und sagen dir, ob eine Reparatur reicht oder die Fläche neu abgedichtet gehört.

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Zwei Handwerke unter einem Dach: Dachdeckerei und Spenglerei. Dadurch gibt es bei uns keine Schnittstelle, an der sich zwei Firmen gegenseitig die Schuld geben können.

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