Dachdeckerei & Spenglerei seit 1998 — Laßnitzhöhe bei Graz +43 3133 20398 office@sauer-dach.at

Absturzsicherung

Wer später auf dieses Dach steigt, verlässt sich auf eine Entscheidung, die heute fällt.

Worum es geht

Jedes Dach wird irgendwann betreten.

Der Rauchfangkehrer kommt, die Photovoltaikanlage braucht Service, die Rinne muss vom Laub befreit werden, nach einem Sturm will jemand nachsehen. Sobald ein Dach für Wartung, Kaminkehrung, Schneeräumung oder PV-Service betreten werden muss, sind dauerhafte Anschlagpunkte oder Sekurantensysteme der sichere und dokumentierbare Weg.

Der beste Zeitpunkt dafür ist die Eindeckung oder die Sanierung. Die Befestigung greift in die Tragkonstruktion, und bei einem Flachdach muss die Abdichtung dafür fachgerecht durchdrungen werden. Beides ist bei offenem Dach unproblematisch — nachträglich ist es ein Eingriff, der in einer intakten Abdichtung ein Loch bedeutet.

Wir planen, montieren und dokumentieren Absturzsicherungen im Raum Graz und in der Steiermark — auch auf Dächern, die wir nicht selbst gedeckt haben.

Helm, Sicherungsseil und Karabiner einer Absturzsicherung auf einem Flachdach

Systeme

Drei Bauarten, ein Zweck.

Welches System passt, entscheidet die Dachform, der Untergrund und die Frage, wo überhaupt gearbeitet werden muss.

  1. Einzelanschlagpunkt

    Ein fester Punkt, an dem sich eine Person mit persönlicher Schutzausrüstung sichert. Die einfachste und günstigste Lösung — sinnvoll überall dort, wo Arbeiten punktuell anfallen, etwa am Kamin oder an einer Dachluke.

  2. Seilsicherungssystem

    Ein durchlaufendes Edelstahlseil zwischen mehreren Stützen. Der Läufer fährt mit, ohne dass man sich zwischendurch aushängen muss. Die übliche Lösung, wenn eine ganze Dachfläche erreichbar sein soll.

  3. Schienensystem

    Wie das Seilsystem, nur mit starrer Schiene. Kürzerer Fangweg, robuster, häufig im Gewerbe- und Industriebau und dort, wo unter dem Dach wenig Sturzraum vorhanden ist.

  4. Kollektive Sicherung

    Geländer und Absturzsicherungen, die ohne Ausrüstung schützen. Aufwendiger und sichtbar — aber die einzige Lösung, wenn regelmäßig Personen ohne Sicherungsausbildung aufs Dach müssen.

Ein System ist nur so gut wie seine Dokumentation. Zur fertigen Anlage gehören der Nachweis der Befestigung, ein Lageplan der Anschlagpunkte und der Hinweis auf die wiederkehrende Überprüfung. Ohne diese Unterlagen weiß der nächste Handwerker nicht, woran er sich sichern darf — und im Schadensfall gibt es nichts vorzuweisen.

Flachdach mit eingebautem Dachgully und sauber angearbeiteter Abdichtung

Auf dem Flachdach

Jede Befestigung ist eine Durchdringung.

Auf dem Steildach wird der Anschlagpunkt am Sparren verschraubt und unter der Deckung eingebunden. Auf dem Flachdach ist es kniffliger: Die Befestigung muss durch Abdichtung und Dämmung bis auf die Tragkonstruktion — und die Abdichtung muss danach wieder dicht sein.

Genau deshalb ist es kein Zufall, dass wir das anbieten. Wer Abdichtung und Sicherungstechnik aus einer Hand macht, hat kein Interesse daran, sich das eigene Dach zu perforieren. Wo es möglich ist, arbeiten wir mit durchdringungsfreien Systemen auf Auflast — wo nicht, dichten wir jeden Punkt mit Flüssigkunststoff fachgerecht ein.

Mehr zur Abdichtung von Details

Kurz beantwortet

Absturzsicherung — häufige Fragen

Brauche ich eine Absturzsicherung am Dach?

Sobald am Dach gearbeitet wird – Rauchfangkehrer, Rinnenreinigung, Wartung einer PV-Anlage, Schneeräumung –, braucht es einen gesicherten Zugang. Für Arbeitnehmer schreibt der Arbeitnehmerschutz Maßnahmen gegen Absturz verbindlich vor; für private Eigentümerinnen und Eigentümer ist es eine Frage der Verkehrssicherheit und der eigenen Sicherheit. Anschlagpunkte oder ein Sicherungssystem machen deshalb an praktisch jedem Dach Sinn, das regelmäßig betreten wird. Die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH berät, welche Punkte an Ihrem Dach nötig sind und wie sie dicht in die Deckung eingebunden werden.

Seil, Schiene oder Einzelanschlagpunkt?

Der Einzelanschlagpunkt genügt, wenn nur ein bestimmter Ort erreicht werden muss – etwa der Kamin. Ein Seilsystem ist die übliche Lösung, wenn längere Wege am First oder entlang der Traufe zurückgelegt werden; man bleibt beim Gehen durchgehend gesichert. Eine Schiene kommt dort zum Einsatz, wo eine stabile, durchgehende Führung gefordert ist oder mehrere Personen gleichzeitig gesichert werden sollen. Entscheidend ist in allen drei Fällen die Verankerung in der Tragkonstruktion und die dichte Ausführung der Durchdringung – deshalb gehört die Montage in die Hand des Dachdeckers und Spenglers, wie bei der Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH aus einer Hand.

Wann baut man die Sicherung am besten ein?

Am besten im Zuge einer Neueindeckung oder einer Flachdachabdichtung. Dann liegt die Konstruktion frei, die Anschlagpunkte lassen sich sauber in Sparren oder Tragschale verankern und die Durchdringungen werden regelkonform in Deckung beziehungsweise Abdichtung eingebunden – ohne zusätzliche Kosten für Gerüst und Öffnen der Dachfläche. Nachträglich ist der Einbau ebenfalls möglich, aber aufwendiger, weil die Deckung an jedem Punkt geöffnet und wieder dicht geschlossen werden muss. Wer eine Sanierung plant, sollte das Thema daher gleich mit der Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH mitbesprechen.

Dach sicher begehbar machen

Wir sehen uns an, wo gearbeitet werden muss, und schlagen das passende System vor — inklusive Dokumentation.

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Zwei Handwerke unter einem Dach: Dachdeckerei und Spenglerei. Dadurch gibt es bei uns keine Schnittstelle, an der sich zwei Firmen gegenseitig die Schuld geben können.

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