Dachdeckerei & Spenglerei seit 1998 — Laßnitzhöhe bei Graz +43 3133 20398 office@sauer-dach.at

Dach & Photovoltaik

Die Anlage bleibt 25 Jahre oben. Das Dach darunter sollte mindestens so lange halten.

Worum es geht

Die Reihenfolge lautet: erst das Dach, dann die Anlage.

Eine Aufdach-Photovoltaikanlage bleibt zwei bis drei Jahrzehnte oben. Wenn das Dach darunter nach zehn Jahren saniert werden muss, wird die komplette Anlage abgebaut, zwischengelagert und wieder montiert — und das kostet ungefähr so viel, wie die Vorarbeit gekostet hätte.

Deshalb sehen wir uns das Dach an, bevor jemand Module bestellt. Ist die Eindeckung noch gut? Wie steht es um Lattung und Unterdach? Halten die Anschlüsse? Und trägt die Konstruktion die zusätzliche Last aus Modulen, Schnee und Windsog?

Wir montieren keine Photovoltaikanlagen — das machen Elektrotechnik-Betriebe. Wir sorgen dafür, dass das Dach darunter die nächsten fünfundzwanzig Jahre dicht bleibt, und arbeiten dafür mit dem PV-Errichter zusammen.

Photovoltaikanlage auf dem Ziegeldach eines Einfamilienhauses

Der Dachcheck

Was wir vor einer PV-Montage prüfen.

  • Restlebensdauer der Eindeckung — lohnt es sich, jetzt zu tauschen, solange kein Gerüst für die Demontage nötig ist?
  • Zustand von Lattung und Unterdach — die Schichten, die die Anlage überdauern müssen
  • Tragfähigkeit der Konstruktion — Modul-, Schnee- und Windlast kommen zusammen
  • Befestigungspunkte — Dachhaken sitzen am Sparren, nicht auf der Latte
  • Durchdringungen für Kabel — dauerhaft dicht, nicht mit Silikon versiegelt
  • Zugang und Absturzsicherung — Wartung braucht einen sicheren Weg aufs Dach

Schneelast standortgenau, nicht pauschal. Österreich hat keine festen Schneelastzonen. Die maßgebende Schneelast wird nach ÖNORM B 1991-1-3 für jede Adresse einzeln aus der HORA-Datenbank auf einem 50×50-Meter-Raster bestimmt; in der Steiermark reicht die Bandbreite von rund 0,8 bis 15,3 kN/m². Laßnitzhöhe liegt auf etwa 530 Metern Seehöhe und damit deutlich über dem Grazer Becken — für die Auslegung von Befestigung und Schneefang macht das einen Unterschied.

Steildach oder Flachdach

Zwei ganz verschiedene Baustellen.

Auf dem Ziegeldach

Die Module werden über Dachhaken auf der Unterkonstruktion befestigt. Jeder Haken hebt einen Ziegel an und braucht dort Platz — wird das nicht sauber gemacht, sitzt der Ziegel darüber hohl und bricht beim ersten Schneedruck.

Wir setzen Dachhaken, arbeiten die Ziegel darum herum an und führen Kabel über eine dauerhaft dichte Durchführung ins Gebäude — nicht über eine aufgebohrte Lüftungspfanne.

Auf dem Flachdach

Hier stehen die Module meist aufgeständert auf Wannen mit Auflast, ohne die Abdichtung zu durchdringen. Das ist der bessere Weg — vorausgesetzt, die Statik trägt die zusätzliche Last und die Abdichtung ist noch jung genug, um die Standzeit der Anlage mitzugehen.

Wo Durchdringungen unvermeidlich sind, dichten wir sie mit Flüssigkunststoff ein. Und wir halten Wartungsgassen frei, damit man später an Gullys und Notüberläufe herankommt.

Kurz beantwortet

Dach & Photovoltaik — häufige Fragen

Muss ich mein Dach vor der PV-Montage sanieren?

Als Faustregel gilt: Die Restnutzungsdauer des Daches sollte die Nutzungsdauer der Photovoltaikanlage abdecken. Eine PV-Anlage bleibt Jahrzehnte oben – muss das Dach in wenigen Jahren erneuert werden, fallen Demontage, Zwischenlagerung und Wiedermontage der Module zusätzlich an, und diese Kosten übersteigen den vermeintlichen Aufschub oft deutlich. Steht ohnehin eine Sanierung an, ist der gemeinsame Termin die günstigste Variante, weil Gerüst und Kran nur einmal gebraucht werden. Die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH beurteilt vorab, ob Deckung, Lattung und Unterdach die Anlage tragen können.

Wer haftet, wenn das Dach nach der PV-Montage undicht ist?

Grundsätzlich haftet jener Betrieb für seine Leistung, der sie ausgeführt hat – bei einem Bauwerk beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist in Österreich drei Jahre. Schwierig wird die Abgrenzung, wenn Dach und Photovoltaikanlage von zwei verschiedenen Firmen stammen: Dann streitet man im Schadensfall darüber, ob die Undichtheit von der Deckung oder von der Befestigung kommt. Wir empfehlen deshalb, die Dachdurchdringungen und deren Eindichtung vom Dachdecker beziehungsweise Spengler ausführen zu lassen. Die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH übernimmt diesen Teil und stimmt sich mit dem Elektrofachbetrieb ab, sodass die Verantwortung für die Dichtheit eindeutig bleibt.

Geht PV auch auf einem Flachdach?

Ja, am Flachdach werden die Module üblicherweise aufgeständert. Es gibt zwei Wege: auflastgehaltene Systeme, die durch Ballast gehalten werden und die Abdichtung nicht durchdringen, sowie mechanisch befestigte Systeme, deren Durchdringungen nach ÖNORM B 3691 fachgerecht eingedichtet werden müssen. Welche Variante möglich ist, entscheidet die Statik: Die Schneelast wird in Österreich nicht pauschal nach Zonen, sondern standortbezogen nach ÖNORM B 1991-1-3:2022 über die HORA-Datenbank auf einem 50×50-Meter-Raster ermittelt – in der Steiermark reicht die Bandbreite von etwa 0,8 bis 15,3 kN/m². Die Sauer Dachdeckerei & Spenglerei GmbH klärt Aufbau und Eindichtung, bevor die Anlage geplant wird.

PV geplant? Zuerst das Dach.

Wir prüfen Eindeckung, Unterkonstruktion und Anschlüsse, bevor die Module bestellt sind.

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Zwei Handwerke unter einem Dach: Dachdeckerei und Spenglerei. Dadurch gibt es bei uns keine Schnittstelle, an der sich zwei Firmen gegenseitig die Schuld geben können.

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